Grasmilben – Die Gefahr im Gras?

Was gibt es Schöneres, als im Sommer mit nackten Füßen über eine Wiese zu rennen? Es könnte so schön sein, wenn da nicht diese kleinen Grasmilben wären. Grasmilben und die türkische Grasmücke kommen zu uns nur im Sommer, dafür zeigen sie aber in der Jahreszeit, dass sie viel unangenehmer sind als zum Beispiel Mücken und ihre Stiche. Wenn die Grasmücken oder Grasmilben zubeißen, dann kommt es zu unangenehmen Schwellungen und der Juckreiz kann bis zu 14 Tage anhalten. Wer sich kratzt, muss damit rechnen, dass es zu unangenehmen Entzündungen kommt. Trotzdem kann man natürlich etwas gegen die Plagegeister tun.

Ein Insekt mit vielen Namen

Bei uns haben die Grasmilben viele verschiedene Namen. Sie ist auch unter Herbstmilbe, Erntemilbe oder Herbstgrasmilbe bekannt. Allerdings geht die Gefahr nicht wirklich von den Milben aus, nur die Larven verursachen die juckenden Stiche. Wenn die Tiere erst einmal erwachsen sind, dann leben sie im Boden und legen dort ihre Eier ab.

Bei warmem Wetter schlüpfen dann die Larven der kleinen Spinnentiere. Das bedeutet, dass man im Prinzip ab März ungefähr damit rechnen muss, den kleinen, gerade mal 0,2-0,3 mm großen orangeroten Larven zu begegnen. Meist sammeln sie sich dann an der Oberfläche in Wiesen und Gärten, wo sie einen hellen, aber leicht feuchten Platz finden. Um sich weiter zu entwickeln, benötigen die Larven warmblütige Wirte. Den Larven ist es dabei egal, ob sie Menschen oder Tiere anfallen, Hauptsache die Temperatur stimmt.

Grasmilben sind sehr wählerisch

Die Grasmilben lauern an den Spitzen der Grashalme. Das hat ihnen auch ihren Namen eingebracht. Von dort aus gelangen Sie auf die Füße der Menschen und wandern solange bis sie eine geeignete Stelle finden, an der sie sich festbeißen können. Bevorzugt werden natürlich solche Stellen, auf denen die Haut sehr dünn ist, und vielleicht sogar ein bisschen feuchtwarm. Das können die Kniekehlen oder die Achselhöhlen sein, aber auch die Unterschenkel oder die Knöchel.