Herbstgrasmilben im Garten? Was tun?



agapanthus-1524287_640Herbstgrasmilben gehören zu den Parasiten, die auch auf Hunde fallen. Die erwachsenen Tiere legen ihre Eier auf Grashalmen von bis zu zwanzig Zentimeter Höhe ab. Sind die Larven geschlüpft, dann lassen sie sich auf ein vorbeigehendes Wirtstier fallen und beißen sich in seiner Unterhaut fest, um sich mit Lymphe vollzusaugen. Dabei sondern sie ein Sekret ab, das zu einer allergischen Reaktion führt. Die typische Hautrötung wird umgangssprachlich auch als Krätze bezeichnet. Sie verursacht beim Hund ein starkes Jucken, was diesen dazu bringt, sich zu kratzen. Das Kratzen ist ein erster Hinweis auf den Befall von Grasmilben beim Hund. Wenn sich an der entsprechenden Stelle Einstiche zeigen, die deutlich kleiner sind als Mückenstiche, dann kann der Befall als sicher gelten.

Wie Herbstgrasmilben behandeln?

Gras- oder Herbstgrasmilben lassen sich mit medizinischem Alkohol (70 Prozent) vertreiben. Zur Vorbeugung hilft ein Spray, das Pyrethroid enthält. Allerdings ist es besonders für den Besitzer wichtig zu erfahren, von wo die Milben stammen. Besonders wenn die Spaziergänge mit dem Hund durch bewohntes Gebiet abseits von Wiesen und Wäldern führen, besteht die Gefahr, dass sich die Milben im eigenen Garten aufhalten.

Herbstgrasmilben im Garten?

Milben beim Hund und im Garten lassen sich nur schwer erkennen. Selbst ausgewachsene Tiere sind kaum 2 Millimeter groß. Die Larven noch einmal deutlich kleiner. An sonnigen Tagen bietet es sich an, eine weiße Kachel auf den Boden zu legen, denn die kleinen Plagegeister suchen neben Opfern auch Wärme. Die Kachel sollte möglichst tiefer liegen als die Grashalme. Wenn sich nach einigen Stunden auf der kleinen Fläche bewegliche orangerote Pünktchen zeigen, liegt der Schluss nah, dass die Milben auf dem eigenen Rasen siedeln.

Herbstgrasmilben bekämpfen

Um den Milben das Leben schwer zu machen, sollte zunächst der Rasen kurz gehalten werden. Ein sauberer Kurz-Schnitt verringert die Chancen auf den Befall eines Wirtstiers erheblich. Der Rasenschnitt sollte nach Möglichkeit entsorgt und nicht auf dem Grundstück kompostiert werden. In extremen Fällen kann der Rasen mit einem geeigneten Biozid behandelt werden, wobei dieses nicht nur Milben, sondern auch andere nützliche Insekten angreift oder vernichtet. Vor einer solchen Behandlung des Rasens sollte der Rat eines Gärtners eingeholt werden.