Was Hundebesitzer über Grasmilben wissen sollten



dog-454145_640Viele Hundebesitzer kennen sie, aber niemand mag sie. Die Grasmilben gehören zu den Parasiten, die Eier auf Grashalmen ablegen, wo die geschlüpften Larven auf Beute lauern. Sie lassen sich auf ihre Opfer fallen und beißen sich in deren Haut fest. Es besteht die Gefahr, dass auch Hundebesitzer von ihnen befallen werden. Aber auf menschlicher Haut werden sie leicht entdeckt. Schwieriger ist das auf der Haut von Hunden und Katzen. Denn bei ihnen verbirgt das Fell die kleinen kaum sichtbaren Milben.

Was Grasmilben tun

Sie bohren sich in die untere Hautschicht der Tiere und saugen dort Lymphflüssigkeit auf. Wenn sie sich vollgesogen haben, dann lassen sie sich fallen und kriechen erneut auf einen Grashalm, um diesen Vorgang zu wiederholen, bis sie über drei Entwicklungsstadien ausgewachsen sind und sich erneut vermehren können. Die Gefahr, dass Grasmilben einen Hund befallen, besteht von April bis Oktober. Insofern ist die Bezeichnung Herbstgrasmilben irreführend.

Wie Grasmilben Schaden zufügen

Die Folgen für den Hund oder andere Opfer sind sehr unangenehm. Milben beim Hund sondern ein Sekret ab, das in die untere Hautschicht gelangt. Die Haut reagiert auf diesen Angriff mit einer allergischen Reaktion, was zu der Ausbildung einer Krätze führen kann. In welchem Umfang sich diese ausbildet, hängt von der Zahl der Milben ab, die auf ein Wirtstier fallen und von seinem Gesundheitszustand ab. Ein erster Befall macht sich durch kleine gerötete Einstiche bemerkbar, die deutlich kleiner sind als Mückenstiche.

Neben der Krätze besteht für den Menschen die Gefahr, dass Milben auf ihn überwechseln und auch dort ebenfalls unangenehme Hautreaktionen hervorrufen. Wenn die Grasmilbe in eine Umgebung mit zahlreichen potenziellen Wirtstieren gelangt, dann kann dies auch zu einer rasanten Vermehrung führen. Dem Leiden des Hundes und der Ausbreitung der Grasmilbe muss vorgebeugt werden.

Wie Grasmilben sich bekämpfen lassen

Den Angriff einer Grasmilbe erkennt der Besitzer eines Hundes an der geröteten Haut des Tiers und daran, dass es sich ausdauernd kratzt. Wenn sich ein Hund so verhält, sollte der Besitzer die betroffenen Stellen kontrollieren. Auf diese Weise lässt sich am einfachsten feststellen, ob ein Hund befallen ist. Ist ein Tier befallen, lassen sich die Plagegeister mit achtzig-prozentigem Alkohol vertreiben. Zur Vorbeugung empfehlen Tierärzte ein Pyrethroid-haltiges Spray. Bei der Anwendung müssen die Dosiervorschriften beachtet werden. Eine zu hohe Pyrethroid-Menge kann auch dem Hund schaden.